Nach dem Beitritt zum Arbeiter,-Turn und Sportbund Leipzig konnte man im Herbst 1926 offiziell am Spielbetrieb teilnehmen.Nach der ersten Euphorie folgten auch die ersten Schwierigkeiten,die aber mit viel Idealismus und Begeisterung von den Mannen um Georg Löffler aus dem Weg geräumt wurden. Ein solides Fundament für den jungen Verein ergab sich aber erst als man auf dem Gelände des Bauern Ovelhey an der Esseler Strasse einen ordentlichen Sportplatz pachten konnte. In vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit wurde der Platz planiert und für den Spielbetrieb hergestellt.
Nach Fertigstellung des Platzes und der Einstufung in die damalige B- Klasse des Arbeitersportbundes fanden die ersten Meisterschaftsspiele im Jahre 1927 statt.
Der Verein konnte bereits zu diesem frühen Zeitpunt zwei Seniorenmannschaften in den Farben "blau - weiß" ins Rennen schicken. Die Gruppengegner in der Saison 27/28 hießen: SW Rapen, Hertha Recklinghausen, ASV 26 Haltern, Einigkeit Marl, RW Scherlebeck, SUS 20 Datteln, Buer - Resse, Vorwärts Suderwich, Vorwärts Marl, Eintracht Recklinghausen.
Die Erfolge blieben nicht aus und die 1. Mannschaft schaffte in der Saison 29/30 mit 21:3 Punkten und 56:10 Toren die Gruppenmeisterschaft und somit den Aufstieg in die A - Klasse
Den sportlichen erfolgen folgte die Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs. Viele Spieler wurden arbeitslos und der Verein hatte mehr denn je mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ungeachtet dieser Probleme und der damit verbundenen Belastung der Spieler konnte man in der Saison 31/32 erneut die Gruppenmeisterschaft - diesmal in der A - Klasse - erringen und nahm an der Bezirksmeisterschaft teil. Man erreichte dort sogar das Endspiel, das aber leider mit 1:4 gegen Wanne 09 verloren wurde.
Das Jahr 1932 brachte aber neben den sportlichen Erfolgen auch eine entscheidende Wende im Vereinleben mit sich. Aufgrund der politischen Verhältnisse in Deutschland war abzusehen, das der Arbeitersportbund nur noch wenig Chancen hatte seine Tätigkeit weiter auszuüben. Es gab innerhalb des Vereins heftige Debatten über den Verbleib im Arbeitersportbund oder über einen Wechsel zu Westdeutschen Spielverband. Sollte man im Arbeitersportbund verbleiben musste man damit rechnen, daß bei einem zwangsweisen Zusammenschluß mit dem Westdeutschen Spielverband das gesammte Vereinsvermögen eingezogen wurde. Eine Einigung kam trotz vieler Bemühungen nicht zustande. So bildeten sich zwei Vereine unter dem Namen "SV Titania Essel". Die kleinere Gruppe unter Führung des Sportskameraden Lokar verblieb im Arbeitersportbund. Die größere Gruppe unter Führung von Heinrich und Hans Stening trat dem Westdeutschen Sportbund bei. |